Cookies:

Diese Webseite beabsichtigt den Gebrauch von Cookies, um die Seite und Ihre Nutzung der Seite zu verbessern. Indem Sie Ihren Besuch der Seite fortsetzen, erklären Sie sich mit unserem Gebrauch von Cookies einverstanden. Für weitere Informationen und/oder wenn Sie mit der Verwendung von Cookies bei der Nutzung dieser Seite nicht einverstanden sind, besuchen Sie unsere Seite zum Datenschutz .

Toggle navigation

Für Prof. Dr. Andreas Schmitt war die Zulassung des neuen SMA-Wirkstoffs ein besonderer Moment. Seit dem 1. April 2017 leitet er als Medical Director den medizinischen Bereich von Biogen Deutschland in Ismaning. Das Unternehmen ist seit über 40 Jahren eines der führenden Biotechnologie-Unternehmen und fokussiert sich auf innovative Wirkstoffe zur Behandlung von neurologischen, seltenen und genetischen Erkrankungen wie der spinalen Muskelatrophie (SMA).

 

Welches Feedback haben Sie von Ärzten und Patienten zur Zulassung des neuen Wirkstoffs bei SMA erhalten?

Als Neurologe kann ich mich gut in die Situation von Ärzten hineinversetzen, die erstmals ihren Patienten und Angehörigen eine medikamentöse Behandlung anbieten können. Es erkranken pro Jahr etwa 100 Menschen neu an SMA. Ich denke, alle sind froh, dass nun endlich eine solche Behandlung für diese schwerwiegende und seltene Erkrankung möglich ist.

 

Welche persönliche Erfahrung mit einem Patienten ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Eine besondere Erfahrung war die Begegnung mit der 13-jährigen SMA-Patientin Emma. Es war eindrucksvoll, ein junges Mädchen kennenzulernen, das von so einer schweren Krankheit betroffen ist und dennoch dem Leben so viel Mut und Freude entgegenbringt. Emma konnte mir viele Situationen aus ihrem Leben näherbringen, von Veränderungen in ihrem Alltag, der Unterstützung, die sie von ihren Eltern und Freunden erhält, aber auch, wie das Medikament ihr Leben verändert. Einen solchen Einblick zu erhalten ist etwas ganz Besonderes.

 

Gab es bei der Zulassung des SMA-Wirkstoffs Besonderheiten, auch im Vergleich zu anderen Arzneimitteln?

Wir haben uns gemeinsam mit den SMA-Patienten und ihren Familien in ganz Europa über die Zulassung dieser ersten medikamentösen Behandlungsmöglichkeit gefreut. Das Arzneimittel wurde in einem beschleunigten Verfahren zugelassen. Behandelt wurden schwerstbetroffene Säuglinge und Kleinkinder aber schon vorher. So haben wir das Medikament im Rahmen eines sogenannten Härtefallprogramms bereits vor der Zulassung in Abstimmung mit den zuständigen Behörden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ende letzten Jahres wurde dem Wirkstoff zudem vom Gemeinsamen Bundesausschuss ein erheblicher Zusatznutzen attestiert – die höchste Kategorie zum Ausmaß des Zusatznutzens eines Arzneimittels, die zudem bei seltenen Erkrankungen erstmals vergeben wurde.

 

Wie setzt sich das Unternehmen Biogen in Zukunft für Menschen mit SMA ein?

Wir stehen im engen Kontakt mit Patienten, Familienangehörigen und Pflegekräften sowie Zulassungsbehörden, Gesundheitsdienstleistern und Kostenträgern für eine verbesserte Versorgung im Bereich SMA sowie eine frühzeitige Diagnose, da die Krankheit progredient verläuft. Unser Ziel ist es zudem, auch für Menschen mit anderen Erkrankungen weiter zu forschen, etwa in den Bereichen Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson und amyotrophe Lateralsklerose. Wir verstehen Ursachen und Genetik vieler Erkrankungen immer besser und haben den Ansporn, hier weiterhin innovative Wirkstoffe zu entwickeln, um ungedeckten medizinischen Bedarf gerade im Bereich der Neurowissenschaften anzugehen.

NS-GER-0219